Eigenheimbesitzer 5 min1. April 2026

München unterstützt die Sanierung: Ihr persönlicher Fördercheck 2026

Von Georg Vonhasselt

München unterstützt die Sanierung: Ihr persönlicher Fördercheck 2026

München unterstützt die Sanierung: Ihr persönlicher Fördercheck 2026

Wer in München saniert, wird von der Landeshauptstadt besonders unterstützt.

Seit Jahren dominiert die Bundesdebatte: BEG, BAFA, KfW, "Heizungsgesetz", Förderstopp. In diesem Rauschen geht das kommunale Programm der Landeshauptstadt manchmal etwas unter. Das Förderprogramm Klimaneutrale Gebäude (FKG) ergänzt die bundesweite Bundesförderung Effiziente Gebäude (BEG) um eine kommunale Schicht. Für dieselbe Sanierungsmaßnahme können Münchner Eigenheimbesitzer gleichzeitig BAFA- oder KfW-Förderung und FKG-Mittel beantragen.


FKG ergänzt Bundesprogramme

Die Landeshauptstadt hat das FKG im Dezember 2025 grundlegend überarbeitet. Die neuen Regeln gelten für alle Anträge ab dem 11. Dezember 2025. Antragsberechtigt sind Gebäude der Energieeffizienzklassen E bis H, also Objekte mit einem Endenergiebedarf von mindestens 130 kWh pro Quadratmeter und Jahr. Gut sanierte Bestandsbauten fallen damit heraus. Der typische unsanierte Münchner Altbau liegt in der Regel in diesem Bereich und ist voll förderfähig.

Neu ab Dezember 2025: Es gibt einen Worst-First-Bonus von fünf Prozent für Gebäude der Klassen G oder H, die auf mindestens Effizienzhaus-55-Standard gebracht werden. Für Mehrfamilienhäuser ab drei Einheiten gilt ein MFH-Zuschlag von ebenfalls fünf Prozent. Für Gebäude in bestimmten Wärmeplanungszonen kann zudem ein Gebiets-Zuschlag von fünf Prozent anfallen.

Wichtig für beide Programme: Der Förderantrag muss vor Auftragserteilung und BEG-Antrag gestellt sein.


Wo die Kombination von FKG und BEG an ihre Grenzen kommt

Das FKG lässt sich mit BEG-Mitteln kombinieren. Allerdings hat die BEG eine Kumulierungsgrenze, die in der öffentlichen Diskussion gelegentlich falsch dargestellt wird.

In jeder BEG-gekoppelten Maßnahme stellt die FKG-Richtlinie klar: Würden BEG und FKG zusammen mehr als 60 Prozent der förderfähigen Kosten abdecken, wird die FKG-Förderung entsprechend reduziert. Die korrekte Obergrenze für die Kombination bei Einzelmaßnahmen beträgt 60 Prozent. Für die meisten konkreten Maßnahmen liegt das kombinierte Ergebnis weit unter dieser Grenze.


Beispiel Fassadendämmung, Energieeffizienzklasse F

Für die Dämmung der Gebäudehülle gibt es über die BEG Einzelmaßnahmen (BAFA) 15 Prozent Grundförderung. Liegt ein individueller Sanierungsfahrplan vor, kommen fünf Prozent iSFP-Bonus hinzu. Das ergibt 20 Prozent über die BEG.

Über das FKG kommen für ein Klasse-F-Gebäude fünf Prozent Grundförderung hinzu (Effizienzmaßnahmen, EFH, Kategorie E/F). Kombiniert: 25 Prozent der förderfähigen Kosten.

Liegt das Gebäude in Klasse G oder H, erhöht sich der FKG-Anteil durch den Worst-First-Bonus auf zehn Prozent. Kombiniert: 30 Prozent.

Bei einer Fassadendämmung an einem typischen Münchner Altbau (Einfamilienhaus, Wohnfläche ca. 150 m²) liegen die Maßnahmenkosten beispielsweise bei etwa €40.000. Bei 25 Prozent Förderung entspricht das einem direkten Zuschuss von rund €10.000.


Sonderfall Wärmepumpe: Manchmal besser nur BEG

Die Kombination ist nicht in allen Fällen sinnvoll. Beim Heizungstausch zu einer Wärmepumpe gibt es Besonderheiten.

Wer für den Heizungstausch den Klimageschwindigkeitsbonus über das entsprechende KfW-Programm beantragt, kann für dieselbe Einheit keine FKG-Förderung erhalten. Damit ergeben sich zwei Optionen: BEG mit Klimageschwindigkeitsbonus (bis zu 55 Prozent) oder BEG plus FKG ohne diesen Bonus (maximal 50 Prozent kombiniert).


Die beste Förderkombination hängt immer von Ihrem Gebäude ab

Auf Vergleichsportalen finden Sie zum Teil sehr hohe Förderquoten. Was Sie tatsächlich erhalten können, hängt von Ihrem Gebäude und Ihrer Situation ab: aktuelle Energieeffizienzklasse, geplante Maßnahmen, ggf. Maßnahmenreihenfolge und – beim Heizungstausch – Klimageschwindigkeitsbonus.

Für die maximal mögliche Förderungen arbeiten Sie am besten mit jemandem, der weiß, wie die Programme ineinander greifen. Ein individueller Sanierungsfahrplan ist dabei nicht nur inhaltlich der richtige Ausgangspunkt, sondern formale Voraussetzung für den entsprechenden Bonus aus der BEG sowie sämtliche Förderungen durch das FKG.

München bietet materiell bessere Sanierungskonditionen als der bundesweite Durchschnitt. Nutzen Sie diesen Vorteil.

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