Dachaufstockung als Renditehebel: Wie neue Wohneinheiten energetische Sanierung finanzieren
Von Georg Vonhasselt

Energetische Sanierung kostet Geld. Für Eigentümer von Mehrfamilienhäusern gibt es einen Weg, diesen Kostenblock in ein Investitionsprojekt zu verwandeln: Dachaufstockungen.
Neue Einheiten – ohne neues Grundstück
Dachaufstockungen schaffen zusätzliche Wohneinheiten auf bestehendem Grundstück. Keine Grundstückskosten, keine Erschließungskosten. Die neuen Einheiten nutzen vorhandene Infrastruktur: Treppenhaus, Aufzug, Anschlüsse. Das senkt die Gestehungskosten pro Quadratmeter erheblich gegenüber einem klassischen Neubau.
Die Mieteinnahmen aus den neuen Dachgeschosseinheiten können gezielt zur Refinanzierung der Sanierungsmaßnahmen im selben Gebäude eingesetzt werden. Aus einem reinen Kostenprojekt wird ein Vorhaben mit messbarer Rendite.
Die konkreten Zahlen hängen von Standort, Gebäudestruktur und lokalen Marktmieten ab. Im Portfolio-Review erstellen wir für geeignete Objekte eine individuelle Wirtschaftlichkeitsanalyse.
Warum Holzbau?
Bei Bestandsgebäuden ist die statische Tragfähigkeit der limitierende Faktor. Holzkonstruktionen haben sich für Aufstockungen bewährt:
- Geringes Eigengewicht — Deutlich leichter als Massivbau. Macht Aufstockungen in vielen Fällen erst statisch möglich.
- Kurze Bauzeit — Vorgefertigte Elemente werden auf der Baustelle montiert. Weniger Lärm, kürzere Belastung für Bestandsmieter.
- Gute Dämmwerte — Erfüllt moderne Energieeffizienzstandards ohne aufwendige Zusatzdämmung.
Nicht jedes Gebäude eignet sich
Vier Faktoren entscheiden über die Machbarkeit:
- Statik: Das Bestandsgebäude muss die Zusatzlast tragen können.
- Bebauungsplan: Lokale Vorschriften und Abstandsflächen müssen eine weitere Geschossebene erlauben.
- Dachform: Flachdächer und flach geneigte Dächer sind geeigneter als steile Satteldächer.
- Wirtschaftlichkeit: Erzielbare Mieteinnahmen und Baukosten müssen einen positiven Wirtschaftlichkeitsnachweis ergeben.
Aufstockung und Sanierung gemeinsam planen
Die Kombination beider Maßnahmen in einem Bauprojekt hat klare Vorteile: Gerüst, Handwerker und Bauleitung werden nur einmal benötigt. Energetische Sanierungsmaßnahmen sind über BEG-Programme förderbar (BAFA, KfW) — Voraussetzung ist eine qualifizierte Baubegleitung. Neue Dämmung, Heizungsanlage und Dachgeschossausbau lassen sich besser koordinieren, wenn sie gemeinsam geplant werden.
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Im Portfolio-Review analysieren wir jedes Gebäude auf Erweiterungspotenzial – kombiniert mit der energetischen Bestandsaufnahme und einer gebäudeindividuellen Wirtschaftlichkeitsrechnung.
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